Ein gemeinsamer Charakterzug aller Menschen mit 4° Fische im Horoskop ist ihre Art des ergebnisorientierten Handelns. Jede Tätigkeit wird in ihrem Inneren mit einer selbstverständlichen Ausrichtung auf das jeweilige Ziel hin ausgeführt. Ein Unterschied zu anderen Menschen ist die ständige Präsenz des Zieles, es wird in keinem Augenblick vergessen. Ob das Tun schnell oder langsam, kontinuierlich oder unregelmäßig geschieht, ist nicht relevant, sondern die verinnerlichte Gewissheit der Erfüllung.

Kommen sie aus welchen Gründen auch immer in die Situation, Arbeiten ausführen zu müssen, die sie nicht wollen, oder deren Ziele sie nicht bejahen oder verstehen, können sie sich kategorisch weigern. Handeln ohne ein Ziel, das die jeweilige Tätigkeit beendet, ist ihnen gänzlich fremd.

Entsprechend wichtig ist ihnen das Ergebnis der Handlung. Sie verspüren dies als eine Art Erfolgserlebnis, als Erfüllung, die sich vollenden muss. Selbst so etwas wie einen Blumenstrauß auf einen Tisch zu stellen, wird als Erfüllung empfunden. Menschen mit dieser Gradzahl erfahren dies als Glücksgefühl. Je nachdem, wie das persönliche Horoskop gestaltet ist, kann dieses Gefühl durch unterschiedliche Tätigkeiten erfahren werden.

Damit geht einher, dass sie sehr irritiert reagieren, wenn sie mitten in einer Tätigkeit unterbrochen werden. Nicht, dass sie ungeduldig oder nervös dagegenhalten, es gleicht eher einem unbewussten Schock, der eine Form von Starre auslöst, als hielte ein ,inneres System‘ dies für ausgeschlossen. Die Konsequenz ist, dass sie sich innerlich wie leer fühlen. Was in Erfüllung gehen sollte, wurde nicht vollendet.

Für den inneren Halt dieser Menschen ist die Fertigstellung einer Tätigkeit sehr wichtig. Die Trennung von der Erfüllung erleben sie als Haltlosigkeit. Diesen labilen inneren Zustand können sie auch dann erfahren, wenn sie keiner eigenen Arbeit oder Tätigkeit nachgehen. Ein zeitlich und räumlich unorganisiertes Arbeiten ohne Ausrichtung auf Ergebnisse ist ihnen nahezu unmöglich.

Unbewusste oder unmotivierte Handlungen haben immer eine gewisse Strukturlosigkeit zur Folge. Diese Menschen fühlen sich dann wie ein Schiff auf hoher See, das kein Ziel mehr anstrebt.

Auch ihre Beurteilung anderer Menschen ist tief von diesem Drang nach Erfüllung geprägt. Menschen, die zum Beispiel durch ihre Arbeit viel Geld verdienen, geistige oder künstlerische Ergebnisse in Form von Veröffentlichungen oder Konzerten vorlegen oder beispielsweise zielgerichtet einen Garten anlegen, werden grundsätzlich geachtet. Diese Wertschätzung ist so verinnerlicht, dass sie vielen kaum auffällt. Sie wird ihnen erst dann bewusst, wenn sie sich daraufhin beobachten, wie sie Menschen einschätzen, die wenig zielorientiert arbeiten. Dabei kann es sich jedoch auch um Ziele oder Tätigkeitsfelder handeln, die sie nicht verstehen. Dann ist die geringe Achtung ein Ausdruck des eigenen Unverständnisses.

Haben sie eine Arbeit gefunden, die sie lieben, sind sie glücklich. Sie fühlen sich erfüllt und haben in den meisten Fällen auch Erfolg. Ihr alltägliches Handeln ist ein sehr wichtiger Lebensbereich. Müssen sie zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen einer Arbeit nachgehen, die sie nicht mögen, werden sie die Arbeit zwar gewissenhaft durchführen, jedoch nicht wirklich glücklich sein. Dann durchdringt sie eine Empfindung, die man als eine Art neutralen inneren Zustand beschreiben kann.

Ableiten lässt sich daraus, dass es für jeden Menschen mit dieser Gradzahl im Horoskop sehr wichtig und für eine gute Lebensqualität nahezu Voraussetzung ist, sich eine Arbeit zu suchen, die sie wirklich lieben. Ist dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich, sollten sie sich neben der Arbeit eine Tätigkeit suchen, die sie weitestgehend erfüllt. Das kann ein Hobby oder auch die bewusste geistige Arbeit an sich selbst sein. Im Optimalfall lieben sie ihre Arbeit, sind entsprechend erfolgreich und betätigen sich auch in ihrer Freizeit ihren persönlichen Vorlieben entsprechend.

Entwickeln sich positive seelische Substanzen, zeigt sich dies als grundsätzliche Authentizität. Die Selbstsicherheit dieser Menschen ist so selbstverständlich, dass eine beobachtende Person dies erst auf den zweiten Blick erkennt. Authentisch zu sein ist für 4° Fische Geborene ganz normal.

Immer wieder wird man unter ihnen Menschen entdecken, die ihr Handeln danach ausrichten, das Glück der Mitmenschen zu fördern. Dabei geht es ihnen niemals um Aufmerksamkeit. Die Freude des anderen ist ihr Lohn, sie können sich ohne inneren Schatten mitfreuen.

Beruflich sind Kollegen mit dieser Gradzahl ein Segen für jedes Unternehmen. Unbemerkt und unbeobachtet führen sie die notwendigen Tätigkeiten aus, ohne einen Extralohn zu fordern.

Im täglichen Leben ist Hilfsbereitschaft ein selbstverständlicher Charakterzug. Auch das Leid der Mitmenschen zu mindern, ist ihnen ein großes Anliegen.

In einer Beziehung lieben sie es, dem Partner mit Kleinigkeiten eine Freude zu bereiten. Ebenso freuen sie sich umgekehrt, wenn ihnen Aufmerksamkeiten dargebracht werden. Jedes Erlebnis dieser Art gleicht einer Festigung der Beziehung durch das Erfüllen einer Glücksempfindung.

Grundsätzlich sind sie in jeder partnerschaftlichen und sozialen Beziehung sehr aufmerksam. Oft erfüllen sie einen Wunsch bereits bevor er ausgesprochen wurde. Da das Glück, also der Erfolg einer Partnerschaft, natürlich von der gemeinsamen Empfindung der glücklichen Partnerschaft abhängt, dient dies als Ziel der Tätigkeiten. Das gemeinsame Glück ist ihnen am wichtigsten.

Alle diese Aspekte sind Teil des Bodensatzes in der Seele und verbinden den Menschen mit diesem Archon. Sie sollten gut erkannt werden.

Bevor ich die negative Substanz beschreibe, muss man zwischen einer selbstlosen Handlung, einer zielorientierten Handlung, einer berechnenden Handlung und einer unbewussten Handlung unterscheiden können. Grundsätzlich entspricht die selbstlose Handlung der höchsten Form der Tätigkeit. Die Tat um der Tat willen auszuführen bedeutet, dass sich in ihr die Ursache, also das Akasha der Tat, erfüllt. Sie birgt somit kein Karma im Sinne einer selbstverschuldeten positiven oder negativen Gestaltung des zukünftigen Lebens. Dies bezeichnet man auch als selbstloses Handeln.

In der zielorientierten Handlung übernimmt der Mensch selbst die Orientierung seiner Tätigkeit. Zum Beispiel wird der Blumenstrauß auf den Tisch gestellt, um den Raum schöner zu gestalten, oder die Wohnung geputzt, um sie sauber zu halten. Die berechnende Tätigkeit hat zusätzlich zum Ziel noch einen tieferen Grund, der die eigentliche Motivation der Handlung darstellt. Die Wohnung wird dann deshalb zusammengeräumt, damit man auf den anstehenden Besuch einen guten Eindruck macht. Die unbewusste Handlung entspricht inneren Gewohnheiten, die sich über den persönlichen Willen des Menschen stellen.

Diese vier Arten des Handelns kann man grundsätzlich voneinander unterscheiden. Je nachdem, worin die Zielsetzung liegt, können sich alle Formen – außer die selbstlose Handlung, die immer der positiven seelischen Substanz entspricht – im Sinne der positiven wie der negativen Substanz ausdrücken. Für die Unterscheidung, in welcher Verbindung man handelt, ist die Orientierung der Handlung ausschlaggebend. Ist das Tun im Sinne der geistigen Evolution entspricht es der positiven Substanz, wird diese verhindert, erfüllt sich der negative Ausdruck der Substanz dieses Archon.

Jeder wird verstehen, dass eine zielorientierte Handlung, die Leid verursacht, negativ ist. Mögliche Tendenzen, die jemand in sich entdeckt, müssen sofort und ohne Kompromisse transformiert werden. Das absichtliche Zufügen von Leid aus dem einzigen Grund, jemandem Leid zufügen zu wollen, ist immer mit einer Bewusstseinsstörung verbunden. Hier ist unbedingt professionelle therapeutische Hilfe nötig. Die absichtsvolle Leidzufügung gehört zum schlimmsten Ausdruck der negativen seelischen Substanz in Verbindung mit diesem Archon.

Ein zweiter schwieriger Komplex ist die Leid verursachende unbewusste Handlung. Dann drücken sich astrale Energien aus, die nicht unter der Kontrolle des Willens des Menschen sind und deren er sich nicht bewusst ist. Dazu gehören auch Reflexe, die einen anderen physisch oder psychisch verletzen.

Jeder Mensch wird mit astralen Substanzen geboren, und im Laufe seines Lebens erschafft man sich weitere seelische Substanzen durch das eigene Handeln. Da ja ein Sinn des Lebens darin besteht, diese Energien zu erkennen, betrifft dieser Aspekt jeden Menschen.

4° Fische Geborene erleben dieses unbewusste Handeln zugleich als Haltlosigkeit. Die Bewusstwerdung wird ihnen den notwendigen Halt wiedergeben.

Meistens kommt es im Einfluss der negativen Substanz zu einer berechnenden Handlung. Wer aus Berechnung freundlich ist, mehrt die negative Substanz. Diese versteckte Machtausübung hintergeht den Mitmenschen insofern, als die oberflächliche Freundlichkeit die Tür zur Seele öffnet und die berechnende Motivation die Seele verletzt. Man kann dies auch als seelischen Vertrauensbruch betrachten. Die Berechnung verhindert nämlich, dass sich das Gegenüber schützen kann. Würde jemand sein Vorhaben ehrlich zum Ausdruck bringen, käme es nämlich zu keinem näheren Kontakt und der im Einfluss der negativen Kraft Stehende wäre gezwungen, sich zu hinterfragen.

Wer nun offenen Auges durch die Welt geht, wird nicht umhin kommen, diesen Einfluss in allen Lebensbereichen zu entdecken. Welcher Politiker spricht schon nicht auf eine negative Weise berechnend, um weiterhin an der Macht zu bleiben? Welcher Wirtschaftsmanager trifft Entscheidungen, ohne einen Seitenblick auf seine eigenen Bonuszahlungen zu werfen? Welcher Priester einer Religion verspricht das Heil ohne Berechnung? Das Einkassieren von Geld mit dem gleichzeitigen Versprechen eines Nachlasses von Sünden ist nur eine von vielen negativen Entgleisungen einer Religion. Die gesellschaftlichen Strukturen in Politik, Gesellschaft und Religion spiegeln natürlich die geistige Evolution der Menschheit wider. Ein totalitäres Regime könnte sich in einer höher entwickelten Gesellschaft gar nicht halten. Diese Betrachtung betrifft die Menschheit als ganze und nicht einzelne Länder.

Die damit verbundene Gefahr ist die Akzeptanz des Betrugs durch berechnendes Handeln. Die Ausrede, das mache doch jeder, erleichtert es den einzelnen Menschen, ihr eigenes Gewissen zu übergehen. Es entsteht eine Form oberflächlichen Handelns mit der gleichzeitigen Betonung eines Rechts, berechnend zu sein. Wer dies bei sich entdeckt, kann es sofort ändern. Wer es nicht ändern will, ist geistig noch nicht so weit entwickelt.

Viel schwieriger im Erkennen des Einflusses der negativen seelischen Kraft ist die versteckte Berechnung aufgrund unbewusster oder verleugneter seelischer Eigenschaften.

Ein Grund kann hier falsche Selbsteinschätzung sein. Wer von sich glaubt, seelisch und geistig auf einer höheren Stufe zu stehen, obwohl dies nicht der Fall ist, läuft Gefahr, nicht real zu handeln. Sein berechnendes Handeln unterstützt die eigene Selbstwahrnehmung. Dadurch entsteht ein Widerspruch zwischen innerer Wahrheit und äußerem Tun. Ein zweiter Grund kann die Verharmlosung des eigenen berechnenden Handelns sein. Dann nimmt man die innere Negativität nicht ernst, sondern billigend in Kauf. Dies fördert eine versteckte innere Verrohung.

Wer unbeobachtet anders agiert und sich anders gibt als in Gesellschaft anderer Menschen muss achtsam sein. Hierbei geht es wieder um das Handeln und nicht um mögliche Unsicherheiten in Gesellschaft anderer Menschen durch zum Beispiel mangelndes Selbstbewusstsein.

In der Folge zeigt sich dieser negative Charakterzug als Ablehnung, die man von anderen Menschen erfährt, jedoch erst nach einiger Zeit. Diese spüren den Widerspruch zwischen den realen Handlungen und der sich dahinter verbergenden Wahrheit. Wer in seinem eigenen Leben beobachtet, dass sich aus ihm nicht nachvollziehbaren Gründen immer wieder Menschen zurückziehen und nichts mehr mit einem zu tun haben wollen, erlebt wahrscheinlich eine Konsequenz seiner negativen Prägung der Seele.

Für eine positive Veränderung muss man sich einer strengen Innenschau unterziehen und der eigenen Wahrheit mutig entgegenblicken. Das ist der einzige Weg. Zugleich ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen, was das Ziel der jeweiligen Handlung ist. Geht es um die Erfüllung einer Tätigkeit oder verbirgt sich im Hintergrund eine unbewusste oder billigend in Kauf genommene Motivation?

Ein weiterer Ausdruck der negativen Substanz zeigt sich in der Erwartung von Belohnung. Wer sich dabei ertappt, dass er im Handeln resigniert, weil er nicht belohnt wird, muss sich ebenfalls hinterfragen.

Das bewusste Berechnen im Handeln mit der gleichzeitigen Akzeptanz des Leides, welches auf diese Weise indirekt verursacht wird, ist ebenso negativ. Dazu gehört beispielsweise der Einkauf von Kleidung, die in menschenunwürdigen Fabriken hergestellt wurde, oder von Geflügel aus Batteriehaltung. Jeder wird hier wissen, worum es geht. Auch hier obliegt die Entscheidung jedem Einzelnen. Die Unterscheidung ist oft nicht leicht. Im Zweifelsfall kann jemand etwas spenden und somit für einen Ausgleich sorgen. Dass diese Spende nicht berechnend sein darf, sollte klar sein.

Alle berechnenden Handlungen, welche die seelische Dunkelheit fördern, geschehen im Einfluss der negativen Substanz, fördern Leid und verhindern Entwicklung.

Für einige Zeit kann man sich Folgendes als praktische Übung im Alltag vornehmen: Man hinterfragt (ähnlich wie in einem Gerichtsverfahren) über mehrere Tage jede einzelne Handlung. So anstrengend dies auch sein mag – es ist fruchtbar und gewinnbringend für die eigene Entwicklung. Denn so wird man die innere Prägung ohne Zweifel erkennen.