Ein Charakterzug aller Menschen mit 16° Fische im persönlichen Horoskop ist eine typische innere Haltung der Erwartung, welche sich durch alle Lebensbereiche zieht. Dieses Erwarten zeigt sich als Empfindung, welche einem das Ziel näherbringt. Diese Annäherung ist jedoch kein aktives Zustreben, es gleicht vielmehr einer inneren Haltung, die das Ziel herbeiziehen oder anlocken möchte. Diese innere Empfindung der passiven Erwartungshaltung trägt im Einfluss der positiven Substanz eine dauernde innere Entwicklung im Sinne der Archonten und im Sinne der äußeren Ordnung in sich.

Die Gefühle eines solchen Menschen gleichen feinsten Tastorganen, die sich vorsichtig und achtsam vorantasten, höhere Empfindungen erspüren und sich von diesen wahrgenommenen Eindrücken anziehen lassen. Ihre innere Haltung wird auch von einer gewissen Neutralität durchdrungen. Sie selbst sind sich dieser eher zurückhaltenden Haltung nicht bewusst. Das Ziel der Erwartung in diesem Zustreben in Richtung der äußeren Weiterentwicklung ist das Gefühl der Harmonie.

16° Fische Geborene geben sich der seelischen Entwicklung der äußeren Hierarchie hin und erwarten die Erfüllung einer höheren Harmonie.

Die Durchdringung des Charakters durch diese astrale Materie zeigt sich in allen Lebensbereichen. Je nachdem, welchen Lebensausdruck der entsprechende Mensch als harmonisch höher stehend empfindet – er wird angestrebt und durch eine passive empfangende Haltung erwartet.

Liest jemand mit dieser Gradzahl ein Buch, möchte er von Seite zu Seite eine Entwicklung erfahren und gleichzeitig erhofft er sich eine harmonische Auflösung. Diese sollte jedoch niemals etwas bereits Gelesenes wiederholen, es muss neu sein.

Im Umgang mit anderen Menschen zeigt sich dies als eine Form der passiven Erwartung ähnlich dem Gefühl der Vorfreude. Ist diese Hoffnung offen – fordert sie also keine subjektive Empfindung persönlicher Harmonie ein –, wirkt diese leichte Spannung belebend und in Richtung des Lichts, wie eine freudige Stimulierung. Begrenzt dieser Mensch die höhere Harmonieempfindung durch seine persönliche Ausrichtung, kann er leicht in den Einfluss der negativen Substanz kommen. Über die Auswirkungen der negativen Prägung berichte ich weiter unten.

Beobachtet man jemanden mit dieser Substanz in einem Gespräch, wird man eine wache Aufmerksamkeit wahrnehmen. Zurückhaltend und doch ähnlich wie ein Kind, das wie gebannt den Erzählungen folgt, wird er den Ausführungen lauschen, und zwar immer in der inneren, wie selbstverständlichen Annahme, dass etwas Höheres daraus resultieren wird. Erfüllt sich dies, durchdringt ihn eine tiefe und ruhige Zufriedenheit. Geschieht dies jedoch nicht, empfinden Menschen mit 16° Fische einen kurzen Augenblick von Ratlosigkeit. Sie gleichen dann jemandem, der voll Vertrauen und verinnerlichter Selbstverständlichkeit zu einem bekannten Ort geht, und plötzlich erkennen muss, dass es diesen Ort nicht mehr gibt.

Kurz nach dieser Phase wenden sie sich sehr schnell ab. Diese Reaktion gleicht einer plötzlichen Interesselosigkeit. Meist schweift der Blick ab und einige beiläufige Worte erfüllen die gebotene Höflichkeit zwischenmenschlichen Kontakts. Unversehens finden sie dann eine Ausrede oder Begründung, irgendwo anders hinzugehen oder sich mit anderen Dingen zu befassen.

Viele Menschen mit dieser Gradzahl sind sehr idealistisch. Oft werden sie von einer höheren Idee oder einem Ideal in ihrem Tun geprägt und geführt. Dieser innere Magnetismus in eine höhere Harmonie muss nicht religiös motiviert sein, obwohl sie durch die dieser Substanz innewohnende Erwartung einer höheren Entwicklung in den Zustand höherer Harmonie eine gewisse Vorliebe für höhere mystische Ideen in sich tragen.

Ein Koch, Maler oder Architekt wird das Ideal seiner Arbeit anstreben. Je nach persönlichen Vorlieben, Hobbys oder beruflichen Tätigkeiten kann sich diese Bindung unterschiedlich zeigen. Wird sie erfüllt, empfinden sie inneren Frieden.

Schon hier muss erwähnt werden, dass die wichtigste innere Haltung, um die negative Substanz zu überwinden, Offenheit gegenüber Entwicklungen und harmonische Empfindungen anderer Menschen ist. Alle Tendenzen, die im Einfluss der negativen Prägung den Menschen in dieser Richtung beeinflussen wollen und ausschließlich die persönliche Wertehaltung als harmonisch empfinden lassen, müssen mit aller Vehemenz und Klarheit überwunden werden.

Im Einfluss der positiven Substanz haben 16° Fische Geborene ein geniales Talent, Streit zu schlichten. Es gelingt ihnen oft, zwischen beiden Parteien wieder eine Harmonie herzustellen, wobei sich keiner als unterlegen fühlt.

Ein Gespräch zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Idealen gleicht einem lebendigen Austausch. Dabei verteidigt jeder seine Position und versucht, sie so gut wie möglich zu erklären. Parallel jedoch geschieht dies alles im Sinne der Entwicklung. Erkennt einer der beiden, dass er im Unrecht ist, wird er sein subjektives Ideal sofort verändern. Dadurch entsteht eine Harmonie im Sinne des Fortschritts. Verändert er seinen Standpunkt nicht, entfernt er sich von der Entwicklung des Geistes.

In jedem zwischenmenschlichen Umgang wirkt 16° Fische als wichtige Gesetzmäßigkeit für das zwischenmenschliche Leben. Im Einfluss der positiven Substanz präsentiert jemand eine höhere Weisheit, lässt dem Gegenüber jedoch jegliche Freiheit der Entscheidung. Man kann sich ein Elternteil vorstellen, welches dem Kind eine bessere Möglichkeit offenbart, eine Aufgabe zu bewältigen. Die Entscheidung überlassen der Vater oder die Mutter jedoch dem Kind. Dadurch lernt das Kind nicht nur die Annahme einer besseren Idee, auch sein Geist wird geschult und sein Selbstbewusstsein gestärkt.

Beruflich haben diese Menschen ein großes Talent für jegliche Tätigkeit in der Streitschlichtung oder Friedensarbeit. Es besteht auch ein großes Talent als spiritueller und geistiger Lehrer. Sehr wichtig ist, dass jegliche Tendenzen in Richtung negativer Substanz erkannt und verändert werden.

In einer Partnerschaft lieben sie die gemeinsamen harmonischen Momente. Gleichzeit ist es unabdingbar für sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Spannungen in einer Beziehung mit einem 16° Fische Geborenen entstehen dann, wenn man ihm die eigenen Ansichten aufzwingen möchte.

Drückt sich die negative Substanz in Verbindung mit dem niederen Ego aus, ist dieser Mensch sehr anfällig für begrenzte Ideale anderer Menschen. Hier spielen zwei Faktoren eine ausschlaggebende Rolle. Erstens sind sie sehr feinfühlig und richten ihre inneren Gefühlssensoren unablässig in Richtung höherer Ideen. Man kann sich das so vorstellen, dass sich eine innere, sie durchdringende Unruhe erst dann legt, wenn sie eine Form von höherer Harmonie empfinden. Diese unharmonische Unruhe gleicht einem leisen, dauernden inneren Reiz. Um diesen innerlich zu beruhigen, nehmen 16° Fische Geborene in Verbindung mit der negativen Substanz Ideale anderer Leute an, um zumindest die fremde Harmonie in sich zu empfinden. Zweitens haben sie den Drang, eine fremde, unharmonische Energie durch die Annahme des harmonischen Gegenpols aktiv auszugleichen. Dies gleicht einem Erfüllungszwang in Richtung Harmonie.

Der starke Drang in Richtung Entwicklung und Fortschritt, welcher dieser Substanz innewohnt, kann, wenn sich der Mensch dieser Eigenart nicht bewusst ist, leicht in eine negative Richtung führen. Beides zusammen – der große, manchmal auch unbewusste Magnetismus in Richtung Fortschritt sowie das Streben nach Erfüllung einer Harmonie – muss in der negativen wie auch in der positiven seelischen Ausrichtung innerlich reflektiert werden.

Wer in sich Tendenzen entdeckt, fremden Idealen nur um des scheinbaren Friedens willen zu folgen, schafft in sich eine unbewusste Spannung. Diese entsteht deshalb, weil der eigene Wille und zugleich der eigene Geist unterdrückt werden. Nach einiger Zeit wird sich der Mensch seines eigenen Willens und Intellekts wieder bewusst werden. Dies geschieht zwingend und eine plötzliche Entladung durch einen Streit kann die Folge sein.

Für alle 16° Fische Geborenen gilt, dass es unabdingbar ist, zu seinem eigenen Willen zu stehen. Eine Auseinandersetzung aus Angst oder Harmoniesucht zu vermeiden, bedeutet nicht Frieden. Dieser Mensch unterdrückt sich selbst. Eine sehr gute Übung besteht darin, zum eigenen Willen zu stehen und eventuellen Differenzen mit anderen Menschen ruhig zu begegnen. Dies muss natürlich trainiert werden, wenn man es nicht beherrscht.

Eine weitere gute Übung zur Vermeidung der negativen Prägung ist es, höhere Ideale nicht automatisch anzunehmen. Es ist gut, etwas eine Zeit lang mit Abstand zu betrachten und sich erst nach einiger Zeit des Nachdenkens zu entscheiden.

Für alle 16° Fische Geborenen ist es eine fruchtbare Übung, Entscheidungen nach folgenden Kriterien zu fällen: 1. Entspricht es meinem Willen? 2. Ist es verstandesmäßig gut überlegt? 3. Birgt die Entscheidung Mitgefühl? 4. Wie reagiert mein Gewissen? Wer auf alle vier Fragen innerlich eine positive Antwort bekommt, ist in der richtigen Richtung unterwegs.

Ein weiterer Charakterzug des niederen Egos durch die negative seelische Materie ist die Einforderung der eigenen Ideologie bei anderen Menschen. Dies beginnt im kleinen Kreise, wenn von einer nahestehenden Person erwartet wird, die eigene Ideologie zu übernehmen. Diese Erwartung bewirkt eine unablässige Manipulation der Seele und des Geistes des anderen. Selbst dann, wenn dieser Mensch dies nicht ausspricht, sondern nur fühlt und denkt, beeinflusst er alle umgebenden Menschen und untergräbt deren persönliche Entwicklung.

Wer sich dabei ertappt, anzunehmen, dass nur die eigene subjektive Werthaltung, religiös, politisch oder in einem anderen Lebensbereich, der Wahrheit und dem höchsten Ideal entspricht, und gleichzeitig die Veränderung der Ansicht der anderen Leute erwartet, ist auf dem besten Weg, ein Fanatiker zu werden. Diese Tendenzen zu bearbeiten ist von größter Wichtigkeit, da dieser Wesenszug eine der wesentlichen Grundlagen dafür bildet, dass es Streit oder im Falle ganzer Völker Krieg gibt.

Im schlimmsten Fall entwickelt sich das niedere Ego eines Menschen in Verbindung mit der negativen Prägung so nachhaltig, dass er dieses Aufzwingen einer Ideologie mit Gewalt umsetzt. Das Perfide dabei ist jedoch, dass nicht die Annahme der Ideologie selbst erzwungen wird. Es ist dann lediglich so, dass Menschen, die sie übernehmen, ein harmonischeres und besseres Leben durch die Vermittlung von Vorteilen, Geld oder einer besseren beruflichen Stellung führen. Es ist eine indirekte Beeinflussung durch das Versprechen von Vergünstigungen.

Hier sei ganz klar gesagt, dass jegliches In-Aussicht-Stellen von Verbesserungen in Koppelung mit der Annahme einer fremden Ideologie den Frieden zerstört und den Krieg fördert. Es müssen nicht immer Religionen oder politische Ideologien sein – auch Firmen vermitteln Ideale, die anzunehmen für eine weitere Karriere oft unabdingbar ist. Dies gilt natürlich auch für Vereine oder Familienclans, die sich einem scheinbar höheren Ideal verschworen haben.

Im schlimmsten Fall zeigt sich das Bild eines Ideologen, der in einer subjektiven Werthaltung eine für alle erstrebenswerte Harmonie zu erkennen meint. Einher damit geht die Einforderung dieser Ideologie, da er nur dann die egoistische Harmonie des niederen Bewusstseins in sich empfindet.

Alle Menschen, die sich mit Frieden im weitesten Sinne beschäftigen, kommen in Kontakt mit diesem Archon. Ob er sich negativ oder positiv ausdrückt, hängt unmittelbar mit der geistigen Entwicklung dieses Menschen zusammen. Je weniger weit der Wille, der Intellekt, das Fühlen und damit das Bewusstsein entwickelt sind, desto anfälliger ist er. Vorstellungen von Frieden, welche eine innere Werthaltung voraussetzen, bringen jedoch keinen Frieden.

Der Ausdruck des Friedens in Verbindung mit diesem Gesetz steht mit der Entwicklung des Menschen im Sinne der Evolution in Verbindung. Wahren Frieden empfindet der Mensch dann, wenn sich die Harmonie auf einer höheren Ebene verwirklicht. Dann wirkt sie als Magnet und erfüllt die Entwicklung.

Es ist nur natürlich, dass sich ein Ideal weiterentwickelt, ja weiterentwickeln muss. Ideologien, die sich darauf stützen, die Wahrheit zu besitzen und dies anderen Menschen vermitteln wollen, verursachen früher oder später Streit oder Krieg. Das Aufdrängen von Ideologien oder Religionen entspricht nicht dem göttlichen Licht im evolutionären Fortschritt.