Die Pistis Sophia und die Gnosis

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Mein erster Zugang

Schon während meiner hermetischen Studien kam ich in Kontakt mit dem Codex Askewianus. Dieser Codex ist eine Schrift aus dem 3. Jahrhundert. Sie wird allgemein als gnostische Schrift eingeordnet und ist heute unter dem Titel “Pistis Sophia” bekannt. So unverständlich mir damals die Sprache und der darin enthaltene Inhalt war, so faszinierend fand ich das gesamte Werk. Zusätzlich kam erschwerend hinzu, dass ich nirgends sonst den darin enthaltenen Inhalt fand. Ebenso beschreibt diese Schrift geistige Wesenheiten und geistige Orte, die ich in der Hermetik ebensowenig wie in keinem mir damals bekannten Buch fand.

Diese Schrift erzählt, wie Jesus Maria Magdalena und seinen Jünger die Mysterien lehrte. Gleichwohl gleicht diese Schrift einer Beschreibung einer geistigen Wirklichkeit, die heute völlig unbekannt ist und vergessen wurde. Man findet darin auch keine praktischen Anleitungen. Der Autor hat zwar beschrieben, dass es 5 Bäume gibt, jedoch nicht erklärt, welche Bedeutung sie haben und wie es möglich ist, sich in diese Orte zu versetzen. Gleiches gilt das gesamte Buch.

Es gibt die Geschichte, dass sich die damalige Sekretärin von Franz Bardon nach dem Ableben seines physischen Körpers einzig mit der Pistis Sophia beschäftigt hat. Franz Bardon soll ihr gesagt haben, dass dort die wahren Geheimnisse verborgen sind.

Ungefähr 20 Jahre hat mich die Pistis Sophia mehr oder weniger aus dem Hintergrund begleitet. Geändert hat sich dies, seit ich begonnen habe, den Inhalt nicht nur theoretisch zu lesen, sondern mich mit meinem Bewusstsein zu den Orten der Mysterien zu versetzen.  Durch meine hermetische Schulung und Praxis war mir dies möglich.

Das Geheimnis der Pistis Sophia

Nachdem ich begonnen habe, die Orte zu besuchen, die in der Pistis Sophia beschrieben sind und in Kontakt mit den geistigen Wesenheiten dieser Hierarchie der Mysterien kam, entfaltete sich mir in dieser fast 2000 Jahre alten Schrift endlich dieses Wissen und diese Weisheit um das Geschehen der zweiten, göttlichen Geburt. Dieser Weisheitsschatz ist mit Worten nicht zu beschreiben.

In Wahrheit ist dieses Wissen nicht alt oder neu, sondern als Ordnung eingeschrieben in die Struktur unserer Erde und des gesamten Universums. Diese Ordnung ist heute jedoch gänzlich unbekannt. 

Es gibt zwischen der Hermetik und diesem Wissen bis zu einem gewissen Punkt analoge Verbindungen. Das hat mir das Verständnis vor allem am Beginn sehr erleichtert. Die Genien und Intelligenzen hängen mit den Archonten zusammen, die Tierkreiszeichen mit den Aeonen und das sogenannte 13. Aeon in der Pistis Sophie birgt eine Stufe der Befreiung, die man in der Hermetik in der Meisterung der Tierkreiszeichen einordnen kann. 

Letztendlich war mir die Pistis Sophia der wesentliche Schlüssel zum Verständnis der Mysterienlehre. Gleichzeitig erkannte ich, dass ich schon mein ganzes Leben in Verbindung mit den Mysterien und damit auch mit den Mysterien der zweiten Geburt stand.