Über die Mysterienlehre

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Im Gespräch mit Michael

Einige Grundlagen über die Mysterienlehre

Kannst Du mir erklären, was die Mysterienlehre ist?

 In den Mysterien findet man das Wissen und die Weisheit um die Seele und den Geist des Menschen. Das ist das, was ich den Menschen lehre. Das höchste Mysterium ist das Göttliche im Menschen selbst und wie es möglich ist, dies in sich zu verwirklichen. Diese Mysterien beinhaltet die zweite, die göttliche Geburt.

Ich weiß, dass Du oft Einweihungen gibst. Stehen diese mit den Mysterien in Verbindung?

Meine Form der Einweihung in die Mysterien ist im Vergleich Einweihungen, die ritualisiert umgesetzt werden, sehr unterschiedlich. Es ist möglich, dies einzig über den Willen und das Bewusstsein umzusetzen. Vereinfacht ausgedrückt nehme ich die Teilnehmer in den Seminaren bei Einweihungen in den Bewusstseinsraum der Mysterien mit. Dazu bedarf es jedoch einer gewissen Konzentrationskraft. Grundsätzlich muss ich jedoch sagen, dass diese Mysterien, die ich lehre, keine alten Mysterien sind. Geistige und seelische Gesetze sind nicht an die Zeit gebunden. Verändert hat sich die Sprache und das Verständnis und es ist wesentlich, dass die Mysterien mit Worten erklärt werden, die man heute versteht. Eine geistige und seelische Praxis muss verständlich und nachvollziehbar gelehrt werden. Alle seelischen und geistigen Vorgänge, selbst die zweite und göttliche Geburt im Menschen kann man so erklären, dass es der Schüler wirklich beginnt zu verstehen. Die Mysterien sind kein Mirakel, sondern beinhalten lehrbare und vor allem erfahrbare Inhalte. 

Welche Mysterien stehen im Zentrum Deiner Arbeit?

Das sind die Mysterien des Lichts und die göttliche Geburt im Menschen. Das den Menschen zu lehren ist mein Herzensanliegen und meine Aufgabe. Diese Weisheit ist sehr lange verschollen und es ist sehr wichtig, dass es an die Oberfläche kommt und die Menschen beginnen, dies in sich zu verwirklichen.

Die zweite Geburt hängt im Christentum mit Weihnachten zusammen. Kannst Du dazu einiges sagen?

Weihnachten hat eigentlich mit der Wintersonnwende zu tun. In gewisser Weise ist dieses Mysterium in den Jahreskreis eingeschrieben. Es geht die Mysterien betreffend jedoch immer darum, die hohen Mysterien in sich selbst zu verwirklichen. Es ist zu wenig, jemanden zu lieben und zu verehren, der dies in sich umgesetzt hat. Jeder Mensch muss selbst den Weg gehen. Die meisten Christen haben dies vergessen. Selbst die Bischöfe und Kardinäle wissen nicht, dass sie selbst es sind, welche den Weg der zweiten Geburt gehen müssen, möchten sie wirklich erlöst werden. Erlöst werden bedeutet, nicht mehr in den Kreislauf der Wiedergeburt eingebunden zu sein. Seit Jesus damals gegenüber Nikodemus erwähnt hat, dass dieser, obwohl er ein spiritueller Führer Israels ist, nicht weiß, worum es bei der zweiten Geburt geht und wie sie zu realisieren ist, hat sich nicht viel geändert. Viele Religionen wollen devote Anhänger und nicht Menschen, die in sich selbst das Göttliche umsetzen wollen.

Wie stehst Du zu den Religionen?

Es braucht die Religionen. Gäbe es keine Religionen, dann würde das Leben nicht möglich sein. Eine rein auf die Grobstofflichkeit reduzierte Welt wäre Dunkelheit. Es ist jedoch eine Katastrophe, wenn die unterschiedlichen Kirchen die sich auf Jesus berufen, zu den reichsten Vereinigungen der gesamten Welt gehören. Das hat mit der Lehre Jesus nichts gemeinsam. Der wahre Krieg auf Erden ist der Krieg zwischen arm und reich. Jesus war auf der Seite der Armen, die Kirchen sind es nicht. Sie besitzen unzählige Banken und ein Multimilliarden Vermögen.

Kennst Du die Lehre Jesus?

Ja, ich kenne sie. Viele Mysterien dieser Lehre sind im Buch “Pistis Sophia” aufgeschrieben. Das sind die wesentlichen Mysterien, die ich den Menschen weitergebe. Es geht immer um das Erwachen und um die zweite Geburt. Grundsätzlich geht der Beginn der Lehre dieser Mysterien lange Zeit zurück. Schon vor unserem Zeitalter, also vor der Sintflut, wusste Henoch von vielen Mysterien. Auch das Thomas-Evangelium und das Johannes-Evangelium beinhalten große Mysterien. 

Weißt Du um diese Mysterien von Henoch?

Ich habe gesehen, wie Henoch das Wissen um diese Mysterien in Verbindung mit dem Baum des Lebens erhalten hat. Es geht um die Hierarchien des Aufstiegs durch die Orte zu diesem Ort, in welchem der Mensch Zugang zu seinem innewohnenden Licht bekommt. In meinem Artikel über den Logos habe ich über dieses Licht geschrieben. Jesus nannte diesen Ort Lichtland oder Lichtreich. Er ist in der Hierarchie der Mysterien der 6. und vorletzte Ort.

Woher weißt Du um alle diese Mysterien?

Indem ich mit meinem Bewusstsein dorthin gehe. Dort findet man diese Mysterien. Wer sich zum Beispiel in den Ort der 12 Aeonen versetzt, kommt mit einem Bewusstsein in Verbindung, welches bis an den Beginn der Schöpfung reicht. Man weiß nun um diese 12teilige Struktur unseres Universums, in welche der Mensch eingebunden ist.

Du hast Dich viele Jahre intensiv mit der Hermetik beschäftigt. Welche Mysterien gibt es dort?

Die Mysterien der Hermetik führen bis in das kosmische Bewusstsein zum Beispiel über die Magie oder über die Kabbalah. Sie beinhalten jedoch nicht die höheren Mysterien der göttlichen Geburt und aller weiteren damit verbundenen Mysterien. Gleichwohl habe ich während meiner Reisen durch die Sphären Mysterien erfahren, die unbeschreiblich sind. Wer mit einem Ur-Genius der Sonne die Mysterien von Zeit und Raum erfährt, bekommt eine völlig andere Sichtweise, was Zeit und Raum überhaupt sind. Das Wertvolle an der Hermetik ist die Nachvollziehbarkeit. Durch die Elemente und dem Gesetz, das was oben ist, ist auch das, was unten ist, ist es möglich, die Mysterien derart zu erfassen, dass sie beschreibbar werden. 

Lehrst Du die hermetischen Mysterien?

Manches überschneidet sich mit den Mysterien der Orte. Die Hermetik spricht zum Beispiel von Intelligenzen und Genien, die in der Erdgürtelzone leben. Ich kenne die Erdgürtelzone recht gut und man kann sich dies so vorstellen, dass diese Struktur das ganze Universum durchdringt. Ich habe mich oft mit dem Bewusstsein dorthin versetzt. In der Hermetik sind es ebenso die Sphären der Planeten, wohin sich der Praktiker versetzt. In den Mysterien des Lichts nennt man diese Wesenheiten Archonten. Die Erdgürtelzone ist ein Bereich des Ortes der Archonten. Innerhalb des Ortes der Archonten der Heimarmene, so lautet der alte Name dieses Ortes, findet man jedoch ebenso alle Wesenheiten der anderen Sphären.  Im Zentrum meiner Lehre steht immer die zweite Geburt im Menschen.

Du hast erzählt, dass Du in der Pistis Sophia diese Mysterien gefunden hast. Das ist jedoch ein gnostisches Buch. Ist die Gnosis nicht eine alte Religion?

Es geht nicht darum, eine Religion wieder zu beleben. Es geht einzig um das Wissen um die Ordnung der Mysterien der zweiten Geburt. Ich bin kein Gnostiker und ebensowenig ein Christ oder ein Hermetiker. Die Beschreibung der Mysterien in der Pistis Sophia sind sehr spirituell und die Verehrung von Jesus seitens der Jünger ist auf jeder Seite präsent. Vieles hat sich in dieser Form verändert. Jesus spricht während seiner Unterweisungen jedoch immer von unterschiedlichen Orten und Wesenheiten. In der Theorie sind diese Mysterien kaum nachvollziehbar, derart ineinander verwoben sind die Beschreibungen. Wer jedoch beginnt, sich in einen Ort zu versetzen, dem öffnet sich plötzlich die hinter der Theorie verborgene Praxis. 

Was muss man tun, um zu lernen, sich in diese Orte zu versetzen?

Alle dafür notwendigen Fähigkeiten, damit man den Weg des Erwachens und der zweiten Geburt praktisch gehen kann, lehre ich in meinen Seminaren.